Der Fotofilm. Die Idee einer vollendeten Zukunft
Traditionell tritt die Fotografie als Standbild an die Stelle der lebendigen Natur einer Bewegung. Sie fängt einen Augenblick ein und verdichtet Lebensmomente zu Erinnerungen. Im Gegensatz dazu steht der Film für eine strukturierte Zeit durch die Wahrnehmung von Bewegung. Da der Fotofilm im Wesentlichen auf Fotografien basiert, stellt er eine Schnittstelle zwischen beiden Medien dar und generiert damit ein eigenes Genre.
Filmemacher, die fotografieren, Fotografen, die filmen, und Medienkünstler im Allgemeinen knüpfen mit ihren medienübergreifenden Arbeiten an die Traditionen dieser besonderen künstlerischen Filmform an, motiviert auch durch die Möglichkeiten der technologischen Entwicklung. Seine spezifischen Inhalte findet der Fotofilm in den Spannungsfeldern zwischen materiell/ immateriell und sichtbar/ unsichtbar.
Die Idee einen Fotofilm zum Fotobuch Moon Rabbit. The Chinese Journey zu gestalten, war davon geleitet, den Aspekt „sichtbar/unsichtbar“ in den Mittelpunkt zu stellen: das Ephemere, das Detail, das Übersehene, das Verlorene. Es galt zudem herausfinden, wie durch Bild, Sprache und Ton sich ein Buchobjekt erweitern ließe, gemessen an der Erfahrung des Blätterns, Betrachtens der Bilder und des Lesens des Textes.
Der vollständige Text ist zu lesen in:
Rosemarie Zens, Die vorläufige Ordnung der Dinge, Berlin 2026
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